2008-07-27: Waltenberger-Haus - Socktalscharte - Steinschartenkopf - Rappenseehütte - Enzianhütte - Birgsau, Eschbach (- Oberstdorf - Nürnberg)
Nach einem kurzen frühstück aus dem rucksack machten wir uns auf den
weg zur Socktalscharte. Der querende weg durchs Vordere Bockkar war
gut ausgetreten; kleinere schneefelder und dann die gesicherten pfade
waren weit weniger schwierig, als am abend zuvor von anderen wanderern
beschrieben. Der aufstieg durchs Hintere Bockkar erfordert ein wenig
geduld, ist aber, zumal am morgen im schatten gut zu bewältigen.
Der klettersteig selbst ist durchweg einfach und zudem gut gesichert.
Einige tiefe durchblicke sind möglich, die offensichtlich einige
wanderer etwas aus der ruhe brachten. Brücke, bei der momentan nur
einseitig ein geländer montiert war, und die gleich folgende leiter
sind nette attraktionen. Der Steinschartenkopf ist mit 2615 m der
höchte punkt der tour. Ab dort öfter durch tiefstreibende wolken, so
dass es uns nicht so schwer fiel, das Hohe Licht nicht zu besteigen.
Der abstieg kurz nach dem ende des Heilbronner Wegs ist wohl etwas
schwieriger als alle stellen des klettersteigs: der fels war nass und
man musste einige meter ungesichert fast senkrecht abwärts klettern --
tritte waren aber reichlich vorhanden.
Die Rappenseehütte ist tatsächlich sehr groß, fast hotelartig.
Offensichtlich mehrfach erweitert. Um die Hütte gibt es ausgedehnte
wiesenbereiche und zwei seen, so dass man dort erholsam etwas wandern
kann. Nach norden war der erneuerte wanderweg am berghang entlang recht
zügig nach unten geführt, so dass wir schnell bei der gut
frequentierten Enzianhütte bald passierten; die Enzianhütte ist privat
bewirtschaftet.
Ab der Enzianhütte war der weg stellenweise matschig, mitunter aber
auch felsig ("so wie wandern in Japan", Mike) und dann wald.
Offenkundig ist die Petersalp erst seit kurzem bewirtschaftet -- auf
der karte wird die wanderroute noch unterhalb vorbeigeführt, während
vor dort nun ein zaun ist und die wanderzeichen den durstigen gast
direkt an der alp vorbeileiten...
Kurz vor Einödsbach wurden wir aus dem regulierten bachtal noch einmal für ein paar meter aufwärts und dann über die terrasse des hotel und gasthauses. Fahrweg bis zur bushaltestelle Birgsau; da bis zur abfahrt des busses nach Oberstdorf (18:xx) noch zeit war, tranken wir auf der Sennerei Eschbach noch eine selbstgemachte buttermilch.
Kaum im bus, entludt sich endlich das am abend zuvor angekündigte gewitter. Die rückfahrt im streckenweise wiederum gut gefüllten regionalexpress war recht angenehm und dauerte kaum länger als 3½ h.
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